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NBBL Pokal – drei Minuten zu lang

Vor heimischer Kulisse lag die Spielgemeinschaft SEK im zweiten Spiel des NBBL Pokal lange Zeit in Führung, um sich von den Münchnern dann doch noch die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Familien und Fans feuerten in der Schlussphase die Mannschaft um Trainer Brian Wenzel nach Kräften an. Es wollte jedoch keiner der lang ersehnten Gänsehaut Momente werden und rückblickend hätte man gerne auf die letzten drei Minuten verzichtet. Die Crunchtime entschied die internationale Basketball Akademie München eiskalt für sich und gewinnt das Spiel verdient mit 84:91.

Die SEK’ler erwischten einen guten Start. So schien die Mannschaft der internationalen Basketball Akadamie IBAM etwas überrumpelt und ihr Spiel wollte im ersten Viertel nicht recht gelingen. Immer wieder zeigte die Mannschaft von Coach Wenzel in starken Aktionen welches Potential in ihr steckt. Trotz der Überlegenheit in dieser Phase gelang es der Spielgemeinschaft SEK jedoch nicht das Spiel an sich zu nehmen. Mit einem zu kleinen Polster von 25:18 ging man in die erste Viertelpause.

Sowohl zweites (50:44) wie auch drittes Viertel (69:61) sollten Spiegelbilder des ersten Viertels werden. Immer mit 6 oder 7 Punkten in Führung in Phasen tollem Teamplay, wollte es einfach nicht gelingen die Verfolger entscheidend abzuschütteln. Ein spannendes letztes Viertel zeichnete sich ab wobei ein Großteil der Zuschauer zu diesem Zeitpunkt sicher noch recht optimistisch dem Ende entgegen blickte. Ein Sieg für die SG SEK lag in der Luft. Beim Stand von 81:81 brachen die letzten drei Minuten an. Fans und Eltern spürten deutlich wie das Momentum auf die Seite der Münchner gerutscht war und unterstützten ihr Team jetzt lautstark. Individuelle Fehler häuften sich bei der Spielgemeinschaft. IBAM nutzte das eiskalt aus und erstickte damit jeden Funken Hoffnung sofort im Keim. Coach Brian Wenzel kommentiert die Niederlage von 84:91 sichtlich emotional: „Worte zu finden für so ein Spiel ist schwierig. Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft und haben das auch phasenweise gezeigt. Aber wir haben das Spiel nicht zu Ende gespielt. Wir hätten das Spiel früher entscheiden können. Das haben wir nicht hinbekommen. Genau das hat uns auch zum Schluss das Genick gebrochen. Wir haben IBAM die Luft zum Leben gelassen und in den letzten drei Minuten das Spiel komplett aus der Hand gegeben. Der Sieg war zum Greifen nah. Das tut weh!“