Krankheitsbedingt nur zu siebt angereist – und am Ende mit dem besseren Ende für sich: Die U14 der Kirchheim Knights haben in Heidelberg eines jener Play-off-Spiele gewonnen, die man so schnell nicht vergisst. Gegen einen lauf- und wurfstarken USC behielten die Knights bis zur letzten Sekunde die Nerven und entführten mit 68:69 einen knappen, aber hochverdienten Auswärtssieg aus dem Heidelberger Süden.

Erster Abschnitt: Vorsprung zur Halbzeit
Heidelberg legte das Spiel von Beginn an genauso an, wie man es erwartet hatte: Transition-Basketball mit hohem Tempo, früh aus dem Dribbling abgeschlossen, immer wieder mit der offenen Drei als Waffe. Doch die Knights waren vorbereitet. Schon im ersten Viertel kontrollierte Kirchheim den Rhythmus, gab mit einer disziplinierten Verteidigung die Antwort auf den Heidelberger Speed und ging knapp mit 19:21 in Führung. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel auf Augenhöhe, die Knights setzten ihre Akzente diesmal vor allem aus dem Halbfeld – Halbzeit 37:41 aus Heimsicht, ein verdienter Vorsprung für ein Team, das in jeder Aktion mit sieben Mann komplett präsent war.
Zweite Abschnitt: ein verdienter Sieg
Nach der Pause drehte Heidelberg auf. Die Gastgeber fanden besser in ihre Rolle, kamen über die offene Distanz zurück ins Spiel und übernahmen vor dem Schlussviertel mit 55:48 die Führung. Hier zeigte sich die wahre Stärke dieser Knights-Mannschaft: Statt sich von der Dynamik der Halle und dem Lauf des Gegners beeindrucken zu lassen, blieben die Jungs beim Plan. Im letzten Viertel kippte das Spiel komplett. Kirchheim setzte Heidelberg defensiv unter Druck, erzwang Fehlwürfe und schwierige Aktionen, ließ den USC bei nur 14 Punkten im vierten Viertel und kam selbst zu 20 Zählern. Genau in der Crunchtime, in der die fehlende Bank am meisten hätte schmerzen müssen, behielten die Knights den kühlsten Kopf in der Halle und brachten den Sieg über die Ziellinie.

Was dieser Sieg bedeutet
Was diesen Erfolg auszeichnet, ist die Geschlossenheit. Während auf Heidelberger Seite vor allem Lange den Unterschied machen sollte und die Offense maßgeblich über ihn lief, war Kirchheim das Gegenmodell auf zwei Beinen: eine echte Mannschaftsleistung, in der jeder der sieben Spieler seinen Anteil am Sieg hatte. Kein einzelner Topscorer, sondern sieben Jungs, die in Defense, Rebound, Ballbewegung und Abschluss zusammenwirkten – und genau diese Identität ist das, was diese Mannschaft auf U14-Niveau auszeichnet.
Stellvertretend für ein Team, das an diesem Tag eine Einheit war: Kapitän J. Biegert als Anker und Stimme auf dem Court, I. Bachmann mit konstanter Präsenz in beiden Spielhälften, P. Schmid mit klugen Aktionen im Aufbau, A. Broßmann und E. Chalkias mit Energie unter dem Korb, D. Rivera als unermüdliches Kraftpaket bis in die letzte Minute und H. Aljassar, der trotz fünf Fouls bis zum Schluss alles in die Defense investierte. Wenn nur sieben Mann auf dem Bogen stehen, ist jede Minute ein Statement – und alle haben es abgegeben.
„Heidelberg hat das Spiel über Tempo und schnelle Dreier kontrolliert, vor allem Lange hat ein starkes Spiel gemacht. Aber wir haben heute gezeigt, wofür diese Mannschaft steht: jeder hat seinen Teil beigetragen, niemand hat sich versteckt. Mit sieben Mann nach Heidelberg zu fahren und im letzten Viertel die Nerven zu behalten – darauf bin ich richtig stolz.” – Felix Jung, Headcoach
Ausblick
Doch im Play-off-Format ist nach dem Spiel vor dem Spiel. Bereits am 30. April kommt es zum nächsten Aufeinandertreffen – diesmal in der Kreissporthalle Kirchheim mit der Unterstützung der eigenen Fans. Mit etwas Glück kehrt bis dahin der eine oder andere zuletzt erkrankte Spieler in den Kader zurück, und der Kader präsentiert sich wieder breiter aufgestellt. Die Marschrichtung ist klar: konstant guten Basketball aus Heidelberg mitnehmen, zuhause die Serie zumachen und die Saison 25/26 in die Bücher schreiben. Go Knights!