Nachdem am Vortag die Knights drei Viertel lang ein starkes Spiel abgeliefert haben, sollte dass die junge Mannschaft in der Regionalliga tatsächlich wiederholen.
Doch bereits vor dem Spiel gegen den Unterbau des Pro B Team aus Fellbach, den Fellbach Flashers 2, erreichte Headcoach Marco Wanzke eine Hiobsbotschaft. Nachwuchsspieler Moritz Lemke verletzte sich nach starkem Overtimesieg der U18 Regionalligamannschaft im anschließenden Bezirksligaspiel am Sprunggelenk und fällt bis zu zwei Monaten aus. Umso wichtiger, dass Kapitän Andreas Nicklaus nach kleinem Verletzungsschreck am Knie spielen konnte.
Die Partie begann mit einer Änderung in der Starting Five: Nil Failenschmid startete für Neil Schwanenberg. Mit Spannung erwarteten die Zuschauer in der Halle das Spiel. So war doch mit Brian Butler ein ehemaliger Pro-A Spieler der für die Knights auf dem Parkett stand in der Anfangsformation der Gäste aus Stuttgart. Und auch Thomas Negga, jahrelang in Kirchheim für die JBBL und NBBL im Einsatz, war mit von der Partie.
Gerade Butler war im ersten Viertel aktiv unter den Körben und sicherte sich ein ums andere Mal den Offensivrebound um seinem Team zweite Wurfchancen zu ermöglichen.
Bei so viel Härte unter dem Korb, half es dass die Gastgeber ihr Visier scheinbar perfekt eingestellt hatten. Sage und schreibe sechs Dreier gelangen den Kirchheimern im ersten Viertel. Ein Saisonbestwert. Mirsad Haziri, Yannick Abele und der sichere Distanzschütze Edonis Paqarada trafen jeweils doppelt von jenseits der Markierung. So war die unklare Linie der Schiedsrichter, als auch die schlechte Trefferquote von der Freiwurflinie nur nebensächliches Beiwerk des ersten Viertels, welches mit einer Neunpunkteführung endete. Die taktischen Anpassungen in der Viertelpause wurden von der Mannschaft schnell umgesetzt und der Zugriff in der Verteidigung führte zu einfachen Punkten. Der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut und in den letzten fünf Minuten vor der Halbzeit waren die Mannen auf dem Parkett wieder „on fire“. Fünf aus sechs Dreierversuchen, die allesamt durch lange Passtaffeten herausgespielt waren, fanden den Weg durch die Reuse und mit der Halbzeitsirene schickte Aufbauspieler Paqarada noch einen wilden Wurf hinterher. Die Fellbacher verschwanden schnell in der Kabine und mit Blick auf die Anzeigestafel war den meisten in der Halle klar: das Ding ist durch. Die 57:30 Führung kam nach einer der besten Vorstellungen der Saison. Da im Basketball allerdings viel passieren kann und man noch letzte Woche ein sicher geglaubtes Spiel hergegeben hat, gab es dennoch eine eher ernste Halbzeitansprache. Das man heute unbedingt gewinnen wollte zeigte das Team dann auch im dritten Viertel. Trotz zahlreicher Wechsel gab es keinen Bruch im Spiel und nach einem zwischenzeitlichen 19 zu 7 Run merkte man den Akteuren an, dass es heute kein Basketballwunder geben würde. Im letzten Viertel, dem einzigen ohne erfolgreichen Dreier beim Heimteam, betrieb das Gästeteam noch Ergebniskosmetik. Die Kirchheimer waren da schon gedanklich beim Auswärtsspiel in Freiburg am kommenden Samstag.
Mit dem 92 zu 72 Erfolg mit insgesamt 14 erfolgreichenDreiern festigen die Kirchheimer den dritten Tabellenplatz, auch weil am Vortag die Titans aus Stuttgart Tübingen geschlagen hatten. Mit nur einem Sieg weniger als die beiden Tabellenersten schaut man selbstbewusst auf die noch drei verbleibenden Spiele bis Weihnachten. mw
Es spielten:
E.Paqarada (18/4 Dreier), Yannick Abele (8/2), Neil Schwanenberg (13/3), K.Pindonis (0), L. FailenschmidClavera (2), M.Haziri (12/4), V. Ebai Ndip (6), C. Fansi (6), A. Stief (4), N. Failenschmid Clavera (11/1), A.Nickluas (12).