Kirchheim Knights

H 1 | Offensivfeuerwerk gegen alten Rivalen – VfL knackt die 100-Punkte-Marke

Am Samstagabend um 19:30 Uhr freuten sich die Zuschauer in der SHSM auf das Duell gegen den langjährigen Rivalen und Angstgegner aus Heilbronn.

Die heimstarken Kirchheimer haben sich einiges vorgenommen für dieses Spiel, das Hinspiel wurde ja unnötig und hochdramatisch nach Buzzerbeater von Charlton verloren. Ohne den angeschlagenen Yannick Abele und für die ProA geschonten Nil Failenschmid startete die „Erste“ furios. Nach fünf gespielten Minuten führten die Gastgeber mit 18:10 und zeigten früh, dass es für die Reds heute schwierig werden würde. Der Ball lief gut, das Inside-Out Game funktionierte einwandfrei und so konnten sowohl freie Dreier, durch Edonis und Mirsad, als auch der aggressive Zug zum Korb durch Neil und Alex in Punkte umgemünzt werden. 

Das Highlight der ersten Hälfte kam mit der Halbzeitsirene. Nach einem verworfenen Wurf schnappte sich der kleinste auf dem Feld, Cooper, den Offensivrebound in einem Meer von großen Spielern und fand Edonis in der Ecke für den Dreier zum 52:35 Halbzeitstand. Das die erfahrenen und abgezockten Heilbronner nicht aufgeben werden und defensiv Änderungen vornehmen werden, wurde in der Kabine angesprochen. Die Heilbronner haben nicht umsonst die mit Abstand meisten Fouls der Liga und spielen taktisch hochintelligent. Der Druck sollte hochgehalten werden und die Starting Five schraubte sogar nochmal einen Gang hoch. In sechs Angriffen in Folge konnte dreimal Kapitän Andreas Nicklaus unterm Korb wie Dreimal von außen eingenetzt werden und die Führung explodierte auf 28 Punkte. Doch wer sich im Basketball auskennt weiß, dass selbst die klarsten Spiele noch gedreht werden können. Hierbei erhielten die Heilbronner nach einigen Wechseln beim Gastgeber einiges an Mithilfe und durften in den Folgeminuten zwölfmal an die Freiwurflinie. Auch dank fragwürdigen Calls, u.a. ein unsportliches Foul an Len beim Blockversuch, gepaart mit einigen einfachen Punkten im Fastbreak schrumpfte der Vorsprung sechs Minuten vor Ende auf 10 Punkte. Die schlechteste Phase des Spiels war damit beendet, und die erfahrenen Spieler scorten in den restlichen 6 Minuten noch 26 Punkte. Den Hundertsten Punkt schnappte sich Moritz und steht nun mit einem Kasten Spezi in der Schuld seiner Mitspieler. Der erste 100-Punktesieg der Saison war mit dem 104:88 eingefahren und das Team ließ sich zu Recht feiern. 

Dabei wurde ein neuer Ligarekord aufgestellt. 19 der 39 versuchten Dreipunktewürfe wurden getroffen. Alleine Edonis Paqarada und Mirsad Haziri verzeichneten sich für 14 dieser 19 Treffer verantwortlich. Durch das offensive Feuerwerk mit vielen offensiven Rebounds durch unsere Bigs (Andi, Alex und Clarence) fielen die 19 Ballverluste weniger ins Gewicht. Insgesamt schnappte man sich 17 Offensivrebounds und 10 Steals und verbuchte 4 Blocks. Gepaart mit knapp 60 Prozent Trefferquote aus dem Feld (exkl. der 7 von 9 Freiwürfe) eine rundum starke Vorstellung.

„Wir wollten heute zeigen, dass wir auch gegen defensivstarke Gegner in der Lage sind hochprozentig zu punkten. Die Leistung des Teams ist aller Ehren wert“, ließ sich Trainer Wanzke zu einer durchweg positiven Zusammenfassung hinreißen. 

Durch die gleichzeitige Niederlage des USC Freiburg übernimmt der VfL damit wieder den alleinigen zweiten Platz. Hinter den Kirchheimern die 13 Siege aufweisen folgen Tübingen, Haiterbach und Freiburg mit 12 und vier weitere Teams mit 11 Siegen. 

Nun geht es vor der Osterpause mit zwei Auswärtsspielen in Fellbach und Wieblingen darum weitere Punkte zu sammeln um den Abstand zum Rest der Liga beizubehalten. Es ist nämlich möglich, dass gar fünf Teams absteigen in die Oberliga. 

Es spielten:

X. Lee Boyd (6/1 Dreier), L.Failenschmid Clavera, C.Fansi (3), M.Haziri (19/6), C.Jorgusen, M.Lemke (2), A.Nicklaus (16), E.Paqarada (26/8), K.Pindonis, N.Schwanenberg (24,4), A.Stief (8)