Längste Auswärtsfahrt der Saison, früher Spielbeginn und ein hochmotivierter Gegner: Die Vorzeichen für die U12-1 des VfL Kirchheim unter Teck waren am 21. März in Baden-Baden alles andere als einfach. Im ersten Spiel des Tages trafen die Knights auf BV Hellas Esslingen – und gerieten zunächst deutlich ins Hintertreffen.
Im dritten Sechstel jedoch begann die Aufholjagd – und mit ihr ein völlig neues Spiel. Kirchheim kämpfte sich mit jeder Aktion zurück, verteidigte leidenschaftlicher, spielte mutiger nach vorne und übernahm zunehmend die Kontrolle. Punkt für Punkt schmolz der Rückstand, doch zur Halbzeit lag Hellas weiterhin mit 39:31 vorne.
Was folgte, war ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die Knights ließen nicht nach, hielten das Tempo hoch und blieben dran. Im fünften Sechstel war es dann soweit: Beim Stand von 46:42 war Kirchheim plötzlich in Schlagdistanz – die Wende greifbar nah, die Führung zum Greifen bereit. In der entscheidenden Phase fehlte den jungen Rittern das letzte Quäntchen Glück. Kleine Unkonzentriertheiten, vergebene Chancen – und ein Gegner, der seine Möglichkeiten konsequent nutzte. Hellas Esslingen stemmte sich gegen das drohende Comeback und brachte den Vorsprung über die Zeit. Mit 56:48 endete ein Spiel, das die Knights fast noch gedreht hätten.
Die Enttäuschung aus dem packenden Duell gegen BV Hellas Esslingen war kaum verklungen, da stand für die U12-1 des VfL Kirchheim unter Teck bereits das zweite Spiel des Tages an. Gegen United Colors Heel Baden-Baden zeigten die Knights von der ersten Minute an, dass sie die knappe Niederlage schnell verarbeitet hatten. Mit hoher Intensität, klarer Struktur im Spielaufbau und konsequenter Verteidigung übernahmen die Kirchheimer früh die Kontrolle. Anders als im ersten Spiel agierte das Team von Beginn an fokussiert und ließ dem Gegner kaum Raum zur Entfaltung. Die Folge: eine verdiente und komfortable 36:20-Führung zur Halbzeit.

Am Ende stand ein deutlicher 92:33-Erfolg auf der Anzeigetafel – ein Sieg, der nicht nur sportlich überzeugte, sondern auch emotional eine besondere Bedeutung hatte. Die Mannschaft widmete diesen Erfolg ihrem Headcoach Stefo Milosevic, der an diesem Tag sein letztes Spiel an der Seitenlinie betreute. Mit Einsatz, Spielfreude und Teamgeist setzte die U12-1 ein starkes Zeichen und verabschiedete ihren Trainer auf die bestmögliche Weise.
Ein besonderer Dank gilt Headcoach Stefo, der es innerhalb nur eines Jahres geschafft hat, aus einer Mannschaft mit teilweise basketballerfahrenen, aber auch vielen neuen Spielern ein echtes Team zu formen. Unter seiner Leitung entwickelte sich die U12-1 zu einer geschlossenen Einheit, die in der Oberliga mit starken Gegnern auf Augenhöhe mithalten kann.
Sein Engagement, seine Geduld in der Ausbildung der jungen Spieler und sein Gespür für Teamgeist haben maßgeblich zur positiven Entwicklung beigetragen. Der deutliche Sieg im zweiten Spiel steht sinnbildlich für diese Entwicklung – und ist gleichzeitig ein verdienter Abschiedsgruß.
Wir werden Dich als Coach vermissen, Stefo!