Kirchheim Knights

H1 | Harter Kampf bleibt unbelohnt

Vor dem Topspiel des 17.spieltages der Regionalliga musste der Tabellenzweite aus Kirchheim einige Rückschläge einstecken.
Starting center Alexander Stief verletzte sich im Abschlusstraining und mit gleichzeitig stattfindenden Spielen der Pro A und U18 Mannschaft blieben dem Trainergespann nur noch acht fitte Spieler. Ein Umstand der in dieser Saison absolute Rarität ist. Doch allen Beteiligten war klar dass dies keine Ausrede sein sollte und selbstbewusst starteten die Teckstädter um den wiedergenesenen Neil Schwanenberg, in die Partie. Die 400 Zuschauer in der ohrenbetäubenden Kuckuckshalle machten Lärm, doch gaben die Kirchheimer auf dem Feld den Takt vor und erspielten sich durch freie Würfe und konzentrierter Verteidigung eine 23:20 Führung. Im zweiten Viertel verteidigten die Gastgeber die dreierlinie besser was die Kirchheimer mit Aktionen unter dem Korb auszunutzen wussten. Die fünf Punkte Führung hätte höher ausfallen können doch schwere Würfe der gegnerischen topscorer hielten das Spiel eng.
Die Defense stand, die rebounds waren trotz körperlicher Unterlegenheit gesichert und der einzige große im Team, Kapitän Andreas Nicklaus, hatte nur zwei Fouls. So konnte im dritten viertel frei aufgespielt werden und edonis Paqarada und Xavier Boyd erhöhten auf 49:39. Die gegnerischen center machten keinen Stich und standen zusammen bei drei mickrigen Pünktchen.
Anschließend die entscheidende Szene des Spiels. Nach einem fragwürdigen Offensivfoul durch Nicklaus, ging Neuzugang Noah Litzbach beim zurücklaufen zu Boden. Die überforderten Schiedsrichter entschieden auf Defensivfoul durch Nicklaus, dieser der sich über das Flopping des Gegenspielers beschwerte, sah daraufhin ein technisches Foul und musste 15 Minuten vor Spielende vom Feld. Anschließend verletzte sich Mirsad Haziri nach hartem Aufprall wodurch das unfaire Publikum sich zu völlig unnötigen Buhrufen hinreißen ließ. Die nun deutlich größer besetzten Gegner nutzten dies eiskalt aus und als anschließend noch Mirsad Haziri und Neil Schwanenberg ausgefoult waren, standen nur noch 5 kleine Spieler auf dem Parkett. Die beiden genetischen Center erzielten so 23 Punkte im Letzten viertel und verhalfen den Haiterbachern zum Heimsieg.
Durch aufopferungsvollen Einsatz konnte aber der direkte Vergleich gewonnen werden und trotz der Niederlage verbleibt man punktgleich mit Haiterbach auf Platz 2. Allerdings nur noch zwei Siege trennen Plätze 2 und 11. Am kommenden Samstagabend kommt es dann zum heißen Derby gegen Göppingen.