Am vergangenen Wochenende traf die U12 von Nürtingen/Kirchheim auf den direkten Tabellennachbarn aus Kornwestheim – ein Duell zwischen dem Tabellenletzten und dem Vorletzten, bei dem beide Teams dringend einen Sieg brauchten. Mit einem Acht-Mann-Kader angereist, schien die Aufgabe für die TG machbar: kein übergroßer Center, ähnliche Körpergrößen, ein Spiel auf Augenhöhe. Entsprechend groß war die Anspannung – und der Wille, endlich wieder einen Sieg einzufahren.
Die Starting Five um Aris, Jona, Lenny und Yusef begann konzentriert und konnte das erste Achtel ausgeglichen gestalten. Beim Stand von 6:6 war klar: Hier ist etwas möglich. Mit frischen Kräften – Fabi, Noah, Henri und Emil – gelang es anschließend, einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Doch schon in dieser Phase ließ das Team einfache Korbleger liegen, die später zum Knackpunkt werden sollten.
Kornwestheim kämpfte sich Stück für Stück zurück ins Spiel, angetrieben von ihrem überragenden Topscorer, der Nummer 4, die jedes Achtel durchspielte und am Ende rund die Hälfte aller Punkte erzielte. In den letzten fünf Minuten drehte er das Spiel praktisch im Alleingang, während es Nürtingen/Kirchheim nicht mehr gelang, die Defensive stabil zu halten. Mehrere zugelassene Offensivrebounds führten zu einfachen zweiten Chancen für die Gastgeber – ein entscheidender Faktor in dieser Phase.
Am Ende stand eine bittere 73:89-Niederlage auf der Anzeigetafel. Die Gesichter der Spieler sprachen Bände: Enttäuschung, Frust, viel investiert – und nichts Zählbares mitgenommen. Coach Müller zeigte sich ebenfalls sichtbar enttäuscht, sammelte seine Mannschaft jedoch sofort nach dem Abpfiff. Mit einer kurzen, klaren Analyse schaffte er es, die Jungs wieder aufzufangen und ihnen ein Lächeln zurückzugeben.
Die Motivation hat vielleicht einen kleinen Knacks bekommen – doch sie ist nicht verschwunden. Dieses junge Team wird weiter wachsen, weiter lernen und wieder aufstehen. Und Coach Müller weiß genau, wie der Weg dorthin aussehen wird.
