Der Unterbau der Knights hat sich wohl beim ersten Sieg der ProA Basketballer am Freitag einiges abgeschaut. So starteten die Regionalligaspieler am Sonntagabend ebenfalls mit einem Feuerwerk von der Dreierlinie. Alleine acht Dreier fanden im ersten Viertel den Weg durch die Reuse. Zwei mehr als im gesamten letzten Spiel. So rannte der Tabellenletzte aus Haiterbach bereits nach wenigen Minuten einem groĂen RĂŒckstand hinter her. Das Heimteam dominierte die Partie, erzielte gar ein 14:0 Run. Immer wieder wurde der freie Mann angespielt und vor allem der glĂ€nzend aufgelegte Paqarada und der heutige KapitĂ€n Haziri wussten dies auszunutzen. Nach zehn gespielten Minuten standen 35 Punkte auf der Habenseite. Eine 20-PunktefĂŒhrung nach dem ersten Viertel gab es diese Saison in der Liga noch nicht. Dieser Vorsprung sollte das Spiel ĂŒber auch nicht mehr wirklich schrumpfen. 59 zu 33 der Halbzeitstand nachdem auch im zweiten Viertel konzentrierte Verteidigungsarbeit in einfache Punkte umgemĂŒnzt werden konnte. In der zweiten HĂ€lfte verlor das Spiel an AttraktitivitĂ€t. Die GĂ€ste kamen oft an die Freiwurflinie und die vielen Unterbrechungen fĂŒhrten dazu, dass das Spiel zunehmend zerfahren wirkte. Der Coach konnte viel rotieren, sodass auch die jungen Spieler und NeuzugĂ€nge viele Minuten spielen konnten. Haiterbach, nach wie vor einziges Team ohne eigenen Sieg, betrieb Ergebniskosmetik. Und obwohl das letzte Viertel dann auch folgerichtig verloren ging, konnte dies die Stimmung nach Spielende nicht schmĂ€lern: Denn nach dem 89:72 Heimerfolg war man TabellenfĂŒhrer. Etwas ĂŒberraschend war diese Meldung nach dem Spiel, hatte Fellbach doch ein AuswĂ€rtsspiel beim strauchelnden Absteiger aus Mannheim. Da aber die Pro B Mannschaft von Fellbach zeitgleich spielte und einige der Profis (z.B. Ex-Knightsspieler Brian Butler) in der zweiten Liga im Einsatz waren konnte Mannheim den Fellbachern die erste Niederlage zufĂŒgen. Ein Umstand der in der Regionalliga viele Team beschĂ€ftigt. Starke Nachwuchsspieler die in der Regionalliga zum hohen Niveau beitragen und Spielzeit sammeln, wĂ€hrend die Berufung in die Profiteams immer wieder EinsĂ€tze in der anderen Mannschaft ausschlieĂt. âAktuell finden wir Wege die unterschiedliche Kadersituation Woche fĂŒr Woche zu meisternâ, so Coach Wanzke.
Die Siegesserie geht also weiter und nach Spieltag Nr.4 ist Kirchheimer das einzig verbliebene ungeschlagene Team. Vor allem die dominante Art und Weise mit der die junge Truppe an die Tabellenspitze rĂŒckte, ĂŒberrascht aktuell die Zuschauer. âNun sind wir in der Favoritenrolle. Das wollen wir nicht unbedingt, aber die Tabelle zeigt, dass wir aktuell zu den besseren Teams der Liga gehören. Dies gilt es Woche fĂŒr Woche zu bestĂ€tigen.â, meinte der verletzte KapitĂ€n Nicklaus nach dem Heimspielsieg. NĂ€chste Chance dazu ist am Samstagabend in Göppingen, beim Derby gegen den Aufsteiger.