Die Erste des VfL Kirchheim verliert ihr zweites Heimspiel in Folge gegen den Aufstiegskandidaten aus Schwenningen. Die Black Forest Panthers gewinnen nach Aufholjagd der Gastgeber 87:77 und setzen sich in in den Playoffsplätzen fest.
Das nächste Spiel gegen ein Topteam der Liga, die Black Panthers aus Villingen-Schwenningen stand an. Noch vor wenigen Jahren Gegner der Knights in der Pro A wollen die Panthers wieder nach oben. Beim Preseason-Game gab es eine knappe Niederlage der Hausherren, so waren die knapp 65 Zuschauer vor Ort und über 700 Zuschauer am Livestream gespannt auf das Spiel. Doch wie bereits in den letzten Spielen zeigte sich erst einmal Ernüchterung.
Die physische Überlegenheit der Gäste wurde in Fastbreaks und zweiten Chancen nach offensiven Rebounds eiskalt ausgenutzt und ehe man sich versah stand es 24:4. Eine Auszeit hat zwar etwas Klarheit in die Verteidigung gebracht, doch der Offensivmotor war im stottern. 26:7 nach dem Ersten Viertel ist eine wahre Hypothek. Im zweiten Viertel nahmen die Jungs von Coach Marco Wanzke, dann den Fight besser an und konnten den Rückstand etwas verkürzen. Deniz Tasci zeigte bei seinem Debüt einen beherzten Einsatz und verwandelte direkt einen Dreier.
In der Halbzeitpause und von der Unterstützung von den Rängen angestachelt zeigte die Heimmannschaft Resilienz und schön anzuschauenden Basketball. Die beiden Bigs, Andreas Nicklaus und Alexander Stief dominierten zeitgleich und der Körben, während Edonis Paqarada und Xavier Boyd immer wieder Nadelstiche setzen konnten. Die Ballverluste konnten reduziert werden (am Ende dennoch wieder 20 Turnover) und die Reboundarbeit war deutlich besser.
Zwei Sekunden vor Ende des dritten Viertels trifft Edolind Paqarada nach schönem Angriff von jenseits der Dreipunktelinie zum 27 Punkt im Spielabschnitt.
Der VfL war auf vier Punkte dran und das Momentum war komplett auf Seiten der Teckstädter.
Beim Verzweiflungswurf von hinter der Mittelinie der Schwenninger lassen sich in einem Minikosmos dann jedoch die letzten Wochen zusammenfassen. Während selbst freie Würfe bei den Kirchheimern nicht ihr Ziel finden, knallte dieser wilde Versuch des gegnerischen Aufbauspielers gegen das Brett und fiel rein: Also mit minus Sieben ins Schlussviertel.
Anschließend fandendie Schwenninger wieder besser ins Spiel und erzielten einfache Punkte. So kamen die Kirchheimer nicht mehr gefährlich heran und das Spiel, in der zweiten Hälfte sehr hitzig und zerfahren geworden, trudelte zu Ende.
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass trotz physicher Unterlegenheit ein Aufgeben nicht in den Köpfen der jungen Truppe existiert. Allerdings muss man sich die Fragen stellen lassen, wieso man nun in der dritten Woche in Folge zu Beginn eines Spiels einem hohen Rückstand hinterherlaufen muss. In sechs Tagen geht es zu den IO College Wizards nach Karlsruhe. Das Ex-Team des Kirchheimers Stefan Ilzhöfer steht auf Tabellenplatz fünf und bisher nur zwei Niederlagen gegen die Topteams der Liga hinnehmen müssen. Nach nun vier Niederlagen in Folge würde
Die Ferienwoche allerdings birgt einige zusätzliche Hindernisse, können doch gleich mehrere Leistungsträger nicht vollumfänglich trainieren. Bleibt abzuwarten wie gut sich der nun Tabellenelfte nach diesem Kampfspiel zeigt.
Es spielten:
A.Stief (19), A.Nicklaus (15/1 Dreier), Edonis Paqarada (14), Xavier Boyd (12/2), Edolind Paqarada (8/2), M.Haziri (6/2), D.Tasci (3/1), K.Pindonis, M.Lemke, B.Kabashi